08.11.2019 
Amsterdam, Köln, Zürich, Paris, Moskau

Die besten Bars der großen Metropolen

Von Jörg Meyer

Hier kann man überall abstürzen. Muss man aber nicht.

Deal
"Roses": Kleinigkeiten entscheiden oft über den Erfolg. Für die Summe vieler Kleinigkeiten gilt das erst recht. Dafür liebe ich das "Roses" in Amsterdam. Die Küche serviert eine Vielfalt aus den Straßen von Buenos Aires, den Märkten Limas und der Küche Mexikos. Ceviche, Empanadas, Chimichurri stehen auf der Karte. Aber viel wichtiger: Alles kommt auf kleinen Tellern. Für jeden was dabei. Das entspannt mich als Gastgeber sehr. So wie die kleinen Drinks. Perfekte "Pisco Sours" lockern die Stimmung, genau wie der "Guac" aus Tequila, Fat-washed Avocado, weißem Schokoladenlikör, etwas Chili-Likör und einem Hauch Zitronensäure. Ich mag es unkompliziert. Am liebsten unkompliziert perfekt! www.roses-amsterdam.nl

Jörg Meyer
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    Jörg Meyer entwickelt tagsüber Konzepte für Bars, nachts trinkt er dort. Sein "Le Lion" in Hamburg gilt als eine der besten Bars der Welt.

Date
"Pulitzer's Bar": Ernest Hemingway hätte sich wahrscheinlich wohlgefühlt. Er war ein Freund guter Drinks, gepaart mit Eleganz. Und er liebte schöne Bars. So wie ich. Das "Pulitzer's" hat ihm einige Drinks gewidmet, denen wir uns heute mit Freude zuwenden. Der "Silver Medal" meiner Begleitung ist elegant, ich genieße eine "Martini Reserve"-Variante. Was nicht schwerfällt: Viel Vermouth und Port ergeben einen ausgewogenen Drink.

Der angenehme Jazz bekommt mehr Tempo, wechselt langsam in schwungvollen Soul. Erykah Badu singt "On & On", und wir stimmen ihr zu. Mit einem "French 75" ziehen auch wir das Tempo an. Der Klassiker prickelt erfrischend und hat Klasse. Wie die "Pulitzer's Bar". www.pulitzersbar.nl

Dive
"Flying Dutchmen": In Amsterdam braucht man nicht lange nach einer Dive Bar zu suchen. Das bringt ein großer Nightlife-Bezirk in der Regel mit sich. Allerdings wird es schnell klischeehaft: Wahlweise überteuerte Halbbordelle am Rande des Rotlichtviertels oder runtergekommene Kneipen mit der Chance auf eine kleine Pöbelei und garantiert schmierigen Getränken.

Zum Glück gibt es das "Flying Dutchmen". Keine echte Dive Bar, aber lange offen. Wir ordern einen "Jungle Bird", einen "Eastside Gimlet" und einen "Flying Dutchmen"-Cocktail. Sehr gute Drinks, tief in der Nacht. Umrundet von einer lebendigen Menge gut gelaunter Menschen in einer kleinen Bar mit aufmerksamen Bartenderinnen. Die perfekte Dive Bar, ohne eine zu sein. www.flyingdutchmencocktails.com

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